Das Cover des ‚Dusty House Mix‘ von Caravan Palace
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Caravan Palace haben den eigenen Katalog aufgewärmt und die Nadel vom Swing Richtung House geschoben — für eine ganze Stunde

Die Band baute aus eigenen Songs einen durchgehenden Mix mit 21 Positionen, die meisten in neuen Fassungen. Und schmuggelte, wie sie selbst zugibt, ein paar unveröffentlichte Stücke hinein.

Caravan Palace haben ‚Dusty House Mix‘ veröffentlicht — einen einstündigen durchgehenden Mix aus dem eigenen Katalog, überwiegend aber in neuen Fassungen.

Erschienen ist er am 20. Juni 2025 bei Le Plan Recordings unter exklusiver Lizenz von Lone Diggers und umfasst 21 Positionen. Die Zusammensetzung hält der Apple-Music-Katalog fest.

Die Erklärung lieferte die Band selbst, ganz ohne Pathos: Sie stellten einen Mix aus dem Katalog zusammen, aber mit einer Wendung — die meisten Titel wurden „neu gewürzt und aufgewärmt“, damit eine ganze Stunde fast neuer Musik mit einer Extraportion House herauskommt. Es sei, sagen sie, eine Blitztour durch das Caravan-Palace-Universum, die Vergangenheit und Gegenwart verbindet.

Die eigentliche Ansage betrifft das Genre. Wenn man das weiterhin Electro Swing nennen will, sagen die Musiker, dann neigt sich die Nadel hier etwas stärker als sonst zur ‚Electro‘-Seite — nicht zuletzt wegen der Remixarbeiten von Shiny Mob, dem Solospielplatz von Arnaud aus der Band.

In der Trackliste sieht man das sofort: ‚City Cook‘ und ‚Supersonics‘ in Shiny-Mob-Fassungen, ‚Moonshine‘ in der Lesart von Bakermat, ‚Fool‘ im Mix von Almara, ‚Rock It For Me‘ in einem Remix von 2012. Daneben stehen die eigenen tragenden Stücke — ‚Lone Digger‘, ‚Black Betty‘, ‚Clash‘ in einer VIP-Version.

Und es gibt etwas, das es zuvor nirgends gab: Die Band gibt zu, ein paar unveröffentlichte Fragmente in den Mix geschmuggelt zu haben. Das Artwork stammt von NIARK1.

Die Band trat 2008 mit einer Idee an, die damals wie ein Scherz klang: Gypsy Jazz und Dreißigerjahre-Swing auf einen Clubbeat zu legen. Der Scherz wurde ein Genre.

Die Band betont, es stecke keine große Ansage darin: einfach eine Stunde Spaß mit der eigenen Musik — zum Lächeln, zum Bewegen und vielleicht zum Entdecken von etwas, das man übersehen hatte.

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