Key Visual des Festivals Vice City: Neonlogo, Palmen und ein Bild von RAJA, dem Headliner der melodischen Bühne
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„Mission Passed“: In Kyjiw ist ein dreitägiges Technofestival zu Ende, das man wie ein Videospiel durchspielte

Vice City der Bewegung electroperedachi belegte vom 31. Juli bis 2. August die Truchaniw-Insel: zwei Bühnen, Strand, Campingplatz und Yoga am Morgen. Mitten im Festival mussten die Veranstalter erstmals überhaupt einen ausländischen Headliner verschieben.

In Kyjiw ist Vice City zu Ende gegangen — ein dreitägiges Festival der ukrainischen Technobewegung electroperedachi. Es lief vom 31. Juli bis zum 2. August im X-Park auf der Truchaniw-Insel, und die Veranstalter beschrieben es von Anfang an nicht als Programm, sondern als Handlungsstrang: Jeden Abend zählten sie den Fortschritt in Prozent, das Finale unterschrieben sie mit „Mission Passed“.

Sie schrieben darüber in ihrem Telegram.

Die Genres verteilten sich auf zwei Bühnen: MALIBU stand für Techno — Peak Time, Hard, Acid —, VICE stand näher am Wasser und blieb melodisch. Freitags öffneten die Türen um 14:00 Uhr, samstags und sonntags mittags, und jeden Tag war um 22:30 Uhr Schluss.

Das Festival blieb nicht beim Dancefloor. Auf der Insel gab es Camping und Strand, SUP-Boards und Wakeboard, einen Barbershop vor Ort, ein Karussell am Eingang und sogar „Vice-City-Hochzeiten“ mit Zeremonien nach Zeitplan. Die Morgen begannen mit Yoga, am Sonntag mit einer 45-minütigen Qigong-Praxis unter der Leitung von Meister Wolodymyr Amida.

Am 1. August dann, mitten im Festival, teilte das Team mit, dass der Auftritt von Lorenzo Raganzini verschoben wird.

„Große Events zu machen und euch frischen Sound aus dem Ausland zu bringen, ist im Krieg immer ein riesiges Risiko. In all unseren Jahren passiert das zum ersten Mal“, schrieben die Veranstalter und betonten, es sei keine Absage, sondern eine Verschiebung: „Der Tag wird kommen, an dem Lorenzo anreist.“

Die ausländischen Gäste, die auftraten, „zollen Respekt“ der Kyjiwer Community, so die Veranstalter. Insgesamt spielten fünf Acts aus Italien, Frankreich und Brasilien; zu den angekündigten Namen gehörten Rafael Cerato und Black Hertz. Die melodische Bühne führte RAJA an, der seine Sets um Livegesang und ethnische Motive baut, auf der Technobühne spielte Nadai.

Der Abschlussbeitrag im Kanal der Bewegung begann mit den Worten „Mission Passed! Wir haben es geschafft! 3 Tage, 100 % des Handlungsstrangs erreicht!“ Dort wurde auch ein Epilog versprochen — eine eigene Veranstaltung schon am kommenden Wochenende.

electroperedachi nennen sich eine ukrainische Technobewegung und arbeiten unter dem Motto „Freiheit. Gleichheit. Techno.“ Ihr eigenes Veranstaltungsarchiv beginnt im Jahr 2017, gegründet wurde die Bewegung vom DJ Jewhen Tjupa.

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