
Footwork trifft Perkussionsquartett: Jlin und Third Coast Percussion haben zusammen eine Platte gemacht
Das Album „Vernacular“ erscheint am 23. Oktober bei Rockwell Records. Neben eigenen Kompositionen stehen dort zwei fremde — und die zweite Wahl ist mindestens überraschend.
Jlin bei einem Auftritt in Brooklyn
Jlin und das Chicagoer Perkussionsquartett Third Coast Percussion haben ein gemeinsames Album angekündigt: „Vernacular“. Es ist ihre erste gemeinsame Studioarbeit.
Über die Veröffentlichung berichtete Resident Advisor.
Die Platte erscheint am 23. Oktober bei Rockwell Records, live zu hören ist das Programm erstmals am 15. Oktober im Museum of Contemporary Art in Chicago.
Was darauf zu hören ist
Die Platte besteht aus Originalkompositionen von Jlin und Sonnen Zimmer, daneben stehen zwei Interpretationen fremden Materials. Die erste ist erwartbar: Philip Glass’ „Mishima“. Die zweite weniger — „Butterfly Dancing Over a Barrel“ von David Longstreth, dem Gründer der Dirty Projectors.
Third Coast Percussion hatten Werke von Jlin bereits aufgeführt, darunter „Soulfood“ und „Derivative“. Es ist also keine erste Begegnung: Das Quartett spielte ihre Musik schon zuvor, und aus diesen Aufführungen wuchs das gemeinsame Album. Für Jlin, deren Sprache der Footwork aus Gary, Indiana, ist, bedeutet die Arbeit mit einem Konzertensemble keinen Bruch: Ihre Rhythmik war von Anfang an wie eine Perkussionspartitur gebaut, nur eben von einer Maschine gespielt.
Danach Europa
Nach der Premiere in Chicago geht das Programm nach Europa. Termine und Orte wurden noch nicht bekannt gegeben.
Rockwell Records ist nicht das Label, auf dem Jlin bisher veröffentlichte: Ihre früheren Platten, darunter „Black Origami“, erschienen bei Planet Mu. Der Adresswechsel sagt hier mehr über das Format dieser Arbeit als über einen Bruch — ein gemeinsames Album mit einem klassischen Ensemble erscheint sinnvollerweise dort, wo diese Musik bereits ihr Regal hat.
Wie ONE//FM berichtete, wurde das Debüt-Doppelalbum von Eris Drew und Octo Octa in den Wäldern von New Hampshire aufgenommen — ein weiteres Beispiel dafür, wie elektronische Produzenten neue Akustik jenseits des Clubs suchen.









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