Zwei junge Männer umarmen sich auf einem Clubdancefloor, 1990er
Lifestyle
💬 0

Die Flyer brachten die Tänzer selbst: In Liverpool eröffnete eine Ausstellung über zwanzig Jahre Stadtraves

Die Stadt trug ihr Clubgedächtnis aus Privatarchiven zusammen.

In der Open Eye Gallery in Liverpool wurde ‚Rave On‘ eröffnet — eine Ausstellung über die Clubkultur der Stadt in den Achtzigern und Neunzigern. Sie galt als Feier des Rave-Erbes in Liverpool sie wurde am 6. Februar im Atrium Space der Galerie eröffnet und lief bis Mitte März.

Darüber berichtete das Medium Mixmag.

Aus den Händen der Beteiligten gesammelt

Kurator ist der Autor, Kurator und DJ Ezra McConachie, unterstützt vom Museum of Youth Culture. In den Räumen hängen Fotografien, Erinnerungsstücke, Flyer und Filmmaterial aus zwei Jahrzehnten: von der Acid-House-Zeit bis zu den, wie es die Veranstalter nennen, „legendären Nächten im Quadrant Park“.

Ein Teil des Materials stammt nicht aus Archiven, sondern von den Beteiligten selbst: Ein Jahr zuvor gab es einen offenen Aufruf, und die Leute brachten ihre eigenen Aufnahmen. Daneben hängen Arbeiten des Liverpooler Szenefotografen Mark McNulty.

„Von den frühen House-Platten, die im The State liefen, über die Hinterzimmer der Bold Street und die Raves im Sefton Park bis zum allerersten Earthbeat“, sagt McConachie. „Rave On hebt die Geschichten, Gefühle und Erinnerungen einer ganzen Generation hervor, die diese Zeit erlebt hat.“

Von 1987 bis 1999

Zeitlich umfasst die Ausstellung die Jahre 1987 bis 1999 und betont die Bedeutung der Jugendkultur für die Stadt und die kulturelle Bewegung, die mit der Szene wuchs.

Ein eigener Teil von ‚Rave On‘ ist der Film ‚One Day At A Time Boys‘, den McConachie gemeinsam mit Sam Batley gemacht hat: Darin erzählen Bewohner einer Suchtklinik, was die Liverpooler Rave-Szene für sie bedeutete.

„Clubkultur lebt in vieler Hinsicht jenseits dessen, was sich bewahren oder dokumentieren lässt, und ist doch so prägend und für viele ein notwendiges Ventil für Körper und Geist“, sagt die Kuratorenassistentin Bronwyn Andrews.

Der Eintritt zu ‚Rave On‘ war frei: Die Galerie an der 19 Mann Island öffnete dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr. Die Schau im Atrium lief bis zum 5. März, danach zog sie ins Digital Window um, die Arbeiten an den Außenwänden blieben bis zum 17. März.

Kommentare

Wird geladen …

Jump Into The Music
ONE//FM