Daft Punk — Thomas Bangalter und Guy-Manuel de Homem-Christo in ihren Helmen
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Zwanzig Jahre verbarg er sein Gesicht unter einem Roboterhelm: Daft-Punk-Mitgründer erklärt, warum ihn KI nicht interessiert

Die Hälfte des einflussreichsten Elektronikduos der Geschichte sagt, die kreative Nutzung künstlicher Intelligenz interessiere ihn nicht. Gesagt hat er es auf der Art Basel — im Gespräch mit der Kunstchefin von Chanel.

Thomas Bangalter von Daft Punk hat gesagt, die kreative Nutzung künstlicher Intelligenz interessiere ihn nicht.

Darüber berichtet Mixmag. Die Worte fielen in einem Interview mit Yana Peel — President of Arts, Culture & Heritage bei Chanel — auf der Messe Art Basel im schweizerischen Basel, noch im Juni. Die Aufzeichnung stellte die Luxusmarke am 29. Juli auf ihren YouTube-Kanal.

„Die kreative Nutzung künstlicher Intelligenz interessiert mich nicht wirklich“, sagte der Musiker. „Der interessanteste Teil des kreativen Prozesses passiert überhaupt nicht auf einer intellektuellen Ebene. Es ist ein Prozess, in dem man tatsächlich seine eigenen Gefühle versteht.“

Das Gespräch wurde live in der Fondation Beyeler während der Messe aufgezeichnet. Darin erinnert sich Bangalter an die Bibliothek des Centre Pompidou, die ihm und Guy-Manuel de Homem-Christo einst Warhol und ‚Metropolis‘ eröffnete, und an den Rave, aus dem Daft Punk überhaupt erst entstanden.

Weiter geht es um die Alben ‚Homework‘, ‚Discovery‘ und ‚Random Access Memories‘, um ‚Get Lucky‘ mit Nile Rodgers und Giorgio Moroder und um seine eigene Wendung zu Orchester und Ballett: ‚Mythologies‘ für die Oper von Bordeaux und ‚Mirage‘ mit Damien Jalet und Kohei Nawa.

Im selben Sommer trat Bangalter auf der Art Basel überraschend bei einer Handy-freien Party der Veranstaltungsplattform art.klub auf — im Messezentrum Messe Basel, an einem eigens gebauten modularen Setup aus Drumcomputern und analogen Synthesizern.

Er ist bei weitem nicht der erste Musiker, der auf Distanz zur KI geht. 2025 erklärte die Synthpop-Legende Gary Numan, die Technologie werde „am Ende die Menschheit beenden“ und Musiker ebenso ersetzbar machen wie ein Wattestäbchen.

Daft Punk wurden 1993 in Paris von Bangalter und de Homem-Christo gegründet. ‚Homework‘ (1997) wurde zum Manifest des French House, ‚Discovery‘ (2001) zu einem der besten Tanzalben aller Zeiten, und ‚Random Access Memories‘ (2013) mit ‚Get Lucky‘ brachte dem Duo Grammys.

Wie ONE//FM zuvor berichtete, Kavinsky am 28. Juli gestorben ist — der Franzose, dessen ‚Nightcall‘ Guy-Manuel mitproduziert hat.

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