
Polaroids aus Clubs und eine Zine-Werkstatt: Honey Dijon hat einen Abend in der Tate Modern gemacht
Die DJ aus Chicago kuratierte ein einmaliges Programm innerhalb der Tate Lates.
Honey Dijon kuratierte ein einmaliges Programm in der Londoner Tate Modern — zum LGBTQIA+ History Month.
Darüber berichtete das Medium Mixmag.
Was im Programm stand
Der Abend lief als Teil der Reihe Tate Lates am Freitag, dem 27. Februar, von 18 bis 22 Uhr. Zum Auftakt gab es die Hörsession ‚Honey Dijon Presents The Nightlife‘ in den South Tanks: Die Musik wählte die Künstlerin selbst aus, daneben war ihre Polaroid-Sammlung mit „ehrlichen, ungefilterten Momenten“ der Clubkultur zu sehen.
Zwei Workshops liefen im Haus: queeres Zine-Machen mit sweet-thang zine, ausgehend von Audre Lordes Essay ‚Poesie ist kein Luxus‘, und Tate Draw mit digitalen Zeichenblöcken.
„Sie sind eingeladen, auf die Fragen zu antworten: Was ist in Ihnen möglich, welche Hoffnungen und Ängste lassen sich greifbar machen, welche Worte haben Kraft, und was legt kreativer Ausdruck frei?“, hieß es in der Beschreibung auf der Tate-Website.
Um 19:30 Uhr begann im Starr Cinema ein einstündiges Gespräch — über Honey Dijons Musik, ihre künstlerischen Einflüsse und die Entwicklung der queeren Clubkultur. Eine Führung beschloss das Programm.
Woher dieses Thema kommt
Über die Clubs, in denen sie aufwuchs, hat Honey Dijon schon früher gesprochen.
„Für mich war das wirklich ein spirituelles Erwachen; das war der Beginn von viel Electro-Pop, New Wave der Achtziger, Disco und Acid, und alles war miteinander vermischt“, sagte sie.
„Nein, ich glaube, wir haben den Höhepunkt überschritten. Wegen des Internets. Nichts darf reifen, nichts darf sich entwickeln; alles wird verdaut, ausgespuckt und schnell erledigt“, sagte sie über den Zustand der Clubkultur.
Die Polaroids aus ihrer Sammlung hingen direkt neben der Hörsession — als Dokument genau jener Kultur, von der sie spricht.









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