Collage: Trentemøller an den Synthesizern auf der Bühne und das rote Cover des Albums trentemøller
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Trentemøller veröffentlicht „Swerve“ mit Sakura. Die Sänger seines neuen Albums hat er nie getroffen

Zum ersten Mal in seiner Karriere hat der Däne jedem Track einer Platte eine Stimme gegeben – unter den Gästen sind die Sänger von Mew und The Raveonettes. Das Album erscheint am 13. November, Anfang 2027 spielt Trentemøller es erstmals komplett live.

Foto: Selbymay / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0; Albumcover – In My Room. Collage ONE//FM

Trentemøller beim Festival Route du Rock 2025 und das Cover des neuen Albums

Trentemøller hat Swerve veröffentlicht – die zweite Single und zugleich den Song, mit dem sein neues Album beginnt. Aufgenommen hat er den Track mit der Wiener Sängerin Sakura, die in Hongkong geboren wurde. Die Platte selbst trägt keinen Titel – schlicht trentemøller – und erscheint am 13. November auf seinem eigenen Label In My Room.

Der Künstler hat das Album auf seiner Seite bei Bandcamp eingestellt.

„Swerve“ ist der erste Song, den Trentemøller für dieses Album geschrieben hat. Und er hebt sich deutlich von seiner vorherigen Platte Dreamweaver (2024) ab: Statt verträumter Klänge gibt es eine Wand aus Gitarrenlärm, durch die sich die Stimme von Sakura kämpft.

Das Album im Überblick
Albumtrentemøller – ohne Titel
Veröffentlichung13. November 2026, In My Room
Anzahl der Trackszehn, jeder mit Gesang
Formaterotes Vinyl, CD, Kassette, digital
SinglesTerrified mit Jonas Bjerre, Swerve mit Sakura
Tour27. Februar – 20. März 2027, Europa

Wie das Album entstand

Erstmals in seiner Karriere lässt Trentemøller auf allen zehn Tracks singen. Zu den Gästen gehören die deutsch-britische Sängerin Anika, Jonas Bjerre von der dänischen Band Mew, Sune Rose Wagner von The Raveonettes, die US-Amerikanerin Midwife, das Dream-Pop-Duo Tan Cologne aus New Mexico und die dänische Sängerin Emma Acs, die inzwischen in seiner Live-Band singt. Als erste Single erschien Terrified mit Jonas Bjerre.

Keine der Gaststimmen kam zu ihm ins Studio: Alles wurde aus der Ferne hin- und hergeschickt, der Großteil des Gesangs entstand zu Hause. Die Songs hat Trentemøller selbst geschrieben, die Instrumente selbst eingespielt, das Album selbst produziert und abgemischt.

„Ich wusste früh ganz genau, wer diese Songs singen sollte – Menschen, die ich zutiefst respektiere und die ich schon in meiner Musik hören konnte. Wir haben uns nie im Studio getroffen, alles wurde aus der Ferne ausgetauscht. Das passte mir perfekt. Ehrlich gesagt bin ich ziemlich schüchtern, und den Sängerinnen und Sängern gab das die Privatsphäre, sich wirklich zu öffnen“, erzählte Trentemøller.

Den Sound der neuen Platte beschreibt er als bis an die Grenze getriebene Extreme: Das Laute wurde lauter, das Verträumte verträumter, das Melodische noch melodischer. Alles, was kein Gefühl von Freiheit, vom Unterwegssein, von Traurigkeit oder Liebe vermittelte, sortierte er gnadenlos aus.

„Ich wollte, dass der Song brutal und zugleich schön ist – dass er die Hörer fast schockiert, wenn in den ersten Takten die Gitarren und alles andere einsetzen. Der Gesang von Sakura passt so gut, dass er beinahe selbst zum Instrument wird“, sagt Trentemøller über „Swerve“.

Die Tour – und wer Trentemøller ist

Im Februar und März 2027 bringt Trentemøller das Album auf die Bühnen Europas – und spielt es erstmals komplett live, vom ersten bis zum letzten Track. Los geht es am 27. Februar im Berliner Huxleys Neue Welt, wo zwei Wochen zuvor MONATIK auf seiner Europatour auftritt. Danach folgen München, Paris, zwei Abende in der Brüsseler Ancienne Belgique, Luxemburg, das Amsterdamer Paradiso, London und Köln; den Abschluss bilden Oslo, Göteborg, Stockholm und am 20. März Kopenhagen.

Trentemøller – das ist der Kopenhagener Produzent, Komponist und Multiinstrumentalist Anders Trentemøller. Bekannt wurde er Mitte der 2000er-Jahre mit Minimal Techno und seinem Debütalbum The Last Resort (2006), später bewegte er sich immer stärker in Richtung düsterer Gitarrenmusik mit Live-Band.

Das neue Album ist das achte seiner Diskografie – und wohl das am konsequentesten in Eigenregie entstandene: ohne externe Produzenten und ohne Gaststimmen im selben Raum. „Ich konnte einfach noch nie gut damit umgehen, wenn man mir sagt, was ich tun soll. Ich richte mich nicht wirklich nach Trends und denke nicht in Algorithmen“, erklärt er.

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