
Fünfundzwanzig Jahre dabei, und Bonobo überlässt sein Album sieben Frauenstimmen
Drei Sprachen, iranische Samples und eine chinesische Guzheng. Sein Jubiläum feiert Bonobo mit einem Album, auf dem er selbst kaum in den Vordergrund tritt.
Bonobo
Bonobo hat ein neues Album veröffentlicht — Distance In Static, zum fünfundzwanzigjährigen Karrierejubiläum. Vierzehn Tracks, sieben eingeladene Sängerinnen und drei Sprachen. Das Album erschien am 11. September bei Ninja Tune.
Das Album hat der Künstler auf seiner eigenen Seite bei Bandcamp veröffentlicht.
Simon Green, der hinter Bonobo steckt, hat das Album um fremde Stimmen herum gebaut: Arooj Aftab, Joy Crookes, Nilüfer Yanya, Ichiko Aoba und drei weitere Sängerinnen. Sie singen auf Englisch, Urdu und Japanisch.
Worum es auf dem Album geht
Der Titel erklärt die Idee. Green selbst sagt, es sei um den Versuch gegangen, ein fernes Signal durch die Störungen hindurch zu hören — und im Rauschen etwas zu finden.
„Das Distance im Titel bezieht sich auf die Zeit ebenso wie auf den Raum, und das Static ist die Sehnsucht, jene vergessenen Momente oder Verbindungen wiederzufinden“, sagte Bonobo gegenüber EARMILK.
Aufgenommen wurde das Album an vier Orten — in Los Angeles, Tokio, London und sogar auf der Ranch von Neil Young. Im Klang stecken bearbeitete Instrumente, iranische Samples und Aufnahmen einer chinesischen Guzheng.
Bezeichnend ist, dass Green auf seinem eigenen Jubiläumsalbum kaum selbst in den Vordergrund tritt: Getragen wird die Platte von den Stimmen der eingeladenen Sängerinnen, während er am Pult und in den Arrangements bleibt.
Wer Bonobo ist
Bonobo ist der britische Produzent Simon Green, eine der zentralen Figuren des weltweiten Downtempo und der elektronischen Musik. In einem Vierteljahrhundert hat er den Weg von leisen Aufnahmen im Schlafzimmer bis zu großen Sälen und Festival-Headline-Slots zurückgelegt.
Fünfundzwanzig Jahre sind auch ein Anlass zurückzublicken: Green merkt an, dass die elektronische Musik selbst immer öfter in die Vergangenheit schaut und dass Platten von vor einem Vierteljahrhundert von jüngeren DJs neu entdeckt werden.
Zuvor haben wir darüber geschrieben, wie Amelie Lens ihr Debütalbum AURA veröffentlichte — ein weiterer großer Electronic-Release in diesem Monat.









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