Cevin Fisher mit türkisfarbener Kappe und Sonnenbrille
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Cevin Fisher gestorben – der Produzent von „The Freaks Come Out“ begann in der Bar seines Vaters

Der House-Produzent aus New Jersey wurde 63 Jahre alt. Seine Tracks „The Freaks Come Out“ und „(You Got Me) Burnin' Up“ liefen als Hymnen von New York bis Ibiza.

Foto: Pressefoto Cevin Fisher

Cevin Fisher (1963–2026)

Der US-amerikanische House-DJ und Produzent Cevin Fisher, Urheber der Clubhymnen The Freaks Come Out und (You Got Me) Burnin' Up, ist tot. Er starb am 29. Oktober – wenige Tage nach seinem 63. Geburtstag – nach kurzem Kampf gegen den Krebs.

Bekannt gegeben wurde der Tod des Musikers auf seiner offiziellen Instagram-Seite.

„Über seine beruflichen Erfolge hinaus war Kevin in Familie und Freundeskreis für seine Güte, seinen ansteckenden Humor und seine herzliche Art bekannt. Er brachte Menschen gern zum Lachen“, heißt es in einer Erklärung der Familie, aus der DJ Mag zitiert. Fisher hinterlässt seine Frau und seine Kinder.

Cevin Fisher in Kürze
Bürgerlicher NameKevin Fisher
Geboren26. Oktober 1963, East Orange, New Jersey
Gestorben29. Oktober 2026
Bekannteste TracksThe Freaks Come Out, (You Got Me) Burnin' Up
Höchste Platzierung in den UK-ChartsPlatz 14, 1999

Von der Bar des Vaters in den Club Zanzibar

Fisher legte zuerst in der Bar seines Vaters auf, mit 17 Jahren bekam er seine erste Residency im legendären Club Zanzibar in New Jersey – dem Club, aus dem auch Kerri Chandler und Tony Humphries hervorgingen. Später zog er nach New York, arbeitete als Toningenieur in Arthur Bakers Studio Shakedown sowie mit Motown und fertigte Remixe für Chaka Khan und Quincy Jones an.

Dass er eigene Musik schreiben sollte, davon überzeugte ihn ein Gespräch mit seinem Idol Danny Tenaglia. Der Durchbruch kam Ende der 1990er-Jahre: The Freaks Come Out, unter dem Pseudonym Big Freak veröffentlicht, stieg 1998 bis auf Platz 34 der britischen Charts, (You Got Me) Burnin' Up mit Loleatta Holloway am Gesang im Jahr darauf bis auf Platz 14.

Vier Jahrzehnte House

Fisher veröffentlichte auf Strictly Rhythm, Subversive, Tommy Boy, Toolroom, Nervous und weiteren Labels und arbeitete mit David Morales, Prok & Fitch, Jack Back und Seamus Haji zusammen. In den letzten Jahren erschienen seine Releases auch auf Faith, einem Label aus dem Hause Defected. „Seine Platten waren Hymnen – von New York bis zur Terrasse des Space auf Ibiza“, schrieb Defected zum Abschied.

Auch Kolleginnen und Kollegen nahmen Abschied von Fisher. Ultra Naté wünschte seiner Familie Trost, Louie Vega nannte ihn „so herzlich, bescheiden und unglaublich talentiert“, Toolroom-Gründer Mark Knight „einen der nettesten und aufrichtigsten Menschen“, denen er je begegnet sei.

In diesem Sommer hat Defected sein Festival in Kroatien endgültig eingestellt.

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