Zavoloka та Марина Круть
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Bandura, Sound Art und audiovisuelle Performance: Lwiws Jam Factory macht erstmals ein eigenes Musikfestival

JAM MUSIC FEST findet am 30. August statt. Im Programm: Ship Her Son, Zavoloka und ein gemeinsames Set von Maryna Krut und MANU.

Standbilder aus den offiziellen Videos von Zavoloka und Rakurs Records

Das Lwiwer Jam Factory Art Center richtet erstmals ein eigenes Musikfestival aus — JAM MUSIC FEST. Es findet am Sonntag, dem 30. August, statt und ist der zeitgenössischen ukrainischen elektronischen Musik gewidmet.

Das Programm veröffentlichten die Veranstalter über UP.Kultura.

Das ist kein gemischtes Abendplakat, sondern drei verschiedene Arten, mit Elektronik zu arbeiten — von der audiovisuellen Performance bis zur Bandura in neuer Bearbeitung.

Wer spielt
Ship Her SonDas audiovisuelle Projekt von Anton Schyferson: elektronische Musik zusammen mit visuellen Performances
ZavolokaKateryna Sawoloka — Komponistin, Sound- und Medienkünstlerin, die in Berlin lebt; experimentelle Elektronik, Sounddesign und ukrainische Motive
Maryna Krut und MANUDie Sängerin und Bandura-Spielerin mit dem Musiker und Produzenten: Kruts Stücke in neuer Bearbeitung — Bandura, Gesang, Elektronik und Improvisation

Ein Kunstzentrum, das zur Bühne werden will

Das Jam Factory Art Center ist vor allem für Ausstellungen bekannt, ein eigenes Musikfestival ist für es also ein Schritt in eine neue Richtung. Bezeichnend: Als erstes Thema wählte man weder Pop noch Rock, sondern gerade Elektronik und Experimente an der Schnittstelle von Genres und künstlerischen Praktiken.

Beginn ist um 18:00 Uhr auf der Bühne des Kunstzentrums. Das ist übrigens ein praktisches Format: Das Konzert endet lange vor der Ausgangssperre, und der Ort ist bereits auf komplexes Licht und komplexen Ton eingerichtet.

Warum Zavoloka der wichtigste Name dieses Plakats ist

Kateryna Sawoloka arbeitet seit den Nullerjahren in der ukrainischen experimentellen Elektronik — ihr Name steht neben Tomato Jaws und Gorchitza in jener Liste, aus der die heutige Szene hervorging. Ihre Rückkehr auf eine Lwiwer Bühne ist keine Nostalgie, sondern eine seltene Gelegenheit, diese Linie live zu hören.

Ebenso interessant ist das Set von Krut und MANU: Die Bandura im elektronischen Kontext ist längst keine Exotik mehr, doch gemeinsame Programme, die eigens für einen Abend gebaut werden, sind hier immer noch selten.

Wie schrieb das Portal ONE//FM zuvor, brauchte die ukrainische Elektronik fünfunddreißig Jahre bis zu den großen Bühnen — und Sawoloka wird in dieser Geschichte als einer der tragenden Namen der Nullerjahre genannt.

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