
Zwanzig Jahre Club, den es die meiste Zeit gar nicht gibt
Er erwacht nur im Herbst und Winter, und jedes Mal an einem neuen Industrieort. Das Manchester-Projekt feiert sein Jubiläum mit einer Nacht in einem ehemaligen Bahndepot.
Depot Mayfield, Manchester
The Warehouse Project feiert zwanzig Jahre — mit einer eigenen Jubiläumsnacht am 27. November im Depot Mayfield in Manchester. Vier Räume und ein Line-up aus House-Helden verschiedener Generationen.
Die Veranstaltung wurde auf der offiziellen Website des Projekts angekündigt.
Das Merkwürdigste an The Warehouse Project ist das Format selbst: Es ist kein Club mit fester Adresse, sondern eine saisonale Partyreihe, die nur im Herbst und Winter läuft — und fast jedes Mal in einen neuen, riesigen Industrieort umzieht.
Wo und was passiert
Depot Mayfield ist ein ehemaliges Bahndepot neben dem Bahnhof Manchester Piccadilly, restauriert unter Beibehaltung des rohen Industriecharakters: Backstein, genietete Stahlstützen und -träger. Zum festen Zuhause des Projekts wurde es 2019.
Für die Jubiläumsnacht werden alle vier Räume bespielt. Unter den Namen — Luciano, Enzo Siragusa, Mella Dee, Rossi. und Dutzende weitere; die Nacht dauert von sieben Uhr abends bis halb fünf morgens.
„Eine unverzichtbare Nacht mit einigen unserer liebsten House-Helden“, heißt es in der Beschreibung der Veranstaltung.
Das ist nicht der Saisonabschluss, sondern eine von zwei Jubiläumsveranstaltungen im Programm 2026, das bis zur Silvesternacht reicht.
Zum zwanzigjährigen Bestehen hat das Projekt eine kurze Doku über seine Geschichte veröffentlicht und eine Ausstellung sowie eine Printausgabe angekündigt — das Jubiläum wurde also über eine ganze Saison gestreckt und nicht auf eine einzige Party reduziert.
Warum es eine Kultinstitution ist
The Warehouse Project wurde 2006 von Sacha Lord und Sam Kandel gegründet. Schon im Jahr darauf kürte Mixmag es zum besten Club Großbritanniens, und im vergangenen Jahr belegte das Projekt im Ranking des DJ Mag den vierten Platz unter den Clubs der Welt.
In zwanzig Jahren hat es mehrere Spielstätten gewechselt — von einer alten Brauerei bis zu einem Raum unter dem Bahnhof — blieb aber jedes Mal dasselbe: ein riesiges, temporäres und unverwechselbar mit Manchester verbundenes Phänomen, für das man aus dem ganzen Land anreist.
Wir haben früher berichtet, wie das Londoner fabric für vier Jahre in eine aktive Kathedrale einzog — eine andere Geschichte darüber, wie sich die Clubkultur mit Institutionen arrangiert.









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