
„Made With AI": Apple Music macht die Kennzeichnung maschineller Herkunft für Labels verpflichtend
Die seit März freiwilligen Transparenz-Tags werden zur Pflicht. Die Kennzeichnungen erscheinen noch in diesem Jahr in der Oberfläche.
Apple Music macht die Kennzeichnung maschineller Musik verpflichtend: Labels und Vertriebe müssen Transparenz-Tags ausfüllen, und Hörerinnen und Hörer sehen den Hinweis „Made With AI" direkt in der App.
Über den am 20. August verschickten Brief des Unternehmens an Branchenpartner berichtet The Hollywood Reporter.
Die Tags selbst sind nicht neu: Apple führte sie im März 2026 ein, das Ausfüllen war jedoch völlig freiwillig. Jetzt werden sie zur Anforderung für alles, was neu auf die Plattform kommt.
Warum Apple die Regel gerade jetzt ändert
Im April nannte Apple-Music-Vizepräsident Oliver Schusser öffentlich die Zahlen, die die Eile erklären: mehr als ein Drittel der auf die Plattform geladenen Songs ist vollständig maschinell gemacht — auf sie entfällt aber weniger als ein halbes Prozent des tatsächlichen Hörens.
„Später in diesem Jahr werden wir diese Tags auch für Nutzerinnen und Nutzer von Apple Music sichtbar machen", heißt es im Brief des Unternehmens an die Partner.
Das Problem ist also nicht, dass maschinelle Musik massenhaft gehört würde. Das Problem ist, dass sie massenhaft in den Katalog kommt — und ohne Kennzeichnung kann sie weder der Hörer noch der Algorithmus noch derjenige unterscheiden, der die Tantiemen zählt.
Drei Plattformen, drei verschiedene Antworten
Der Unterschied ist grundsätzlich. Spotify und Deezer entscheiden für den Hörer: Maschinelles gelangt gar nicht erst dorthin, wohin die Mehrheit schaut. Apple lässt die Wahl beim Menschen — verpflichtet die Branche aber, über die Herkunft nicht zu schweigen.
Für unabhängige Künstler bedeutet das eine praktische Sache: Wenn eine Maschine einen wesentlichen Teil der Arbeit an einem Track gemacht hat, muss das beim Hochladen angegeben werden. Wird es nicht angegeben, haftet der Vertrieb, über den der Track in den Katalog kam.
Wie aufschlüsselte das Portal ONE//FM zuvor, hat die Branche in den letzten Monaten bereits eine ganze Reihe von Entscheidungen zu maschineller Musik getroffen — von Verboten bis zur Kennzeichnung.









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