Sofus Forsberg am Pult unter einem hölzernen Pavillondach
Künstler
💬 0

„Eine Lebenskraft der dänischen experimentellen Elektronik": Sofus Forsberg ist mit 56 Jahren gestorben

Die Kopenhagener Organisation STRØM meldete seinen Tod. Eine Ursache wurde nicht genannt, doch sein Freund und Weggefährte Roel Funcken schrieb, Forsberg habe im vergangenen Jahr gegen Krebs gekämpft.

Der dänische Musiker Sofus Forsberg ist im Alter von 56 Jahren gestorben. Mehr als drei Jahrzehnte war er eine der zentralen Figuren der dänischen experimentellen Elektronik — als Künstler, als Mastering-Ingenieur und als Lehrer.

Seinen Tod meldete am 12. August die Kopenhagener Organisation STRØM.

Eine Todesursache wurde nicht bekannt gegeben. Sein Freund und Weggefährte, der Musiker Roel Funcken, schrieb auf Facebook, Forsberg habe im vergangenen Jahr gegen Krebs gekämpft.

„Eine Lebenskraft der dänischen experimentellen elektronischen Musik, Sofus Forsberg, ist in die nächste Dimension übergegangen… Seine Arbeit wird noch viele Jahre weiterleben und hoffentlich weiter inspirieren — Forschende, Nerds, Freaks und Kenner. Vor allem aber kannten viele Sofus als überaus optimistischen und stets hilfsbereiten Menschen. Er wird vermisst, aber nicht vergessen", schrieb STRØM.

Vom Rap-Metal zu modularen Systemen

Forsberg stammte aus Aarhus. Er begann in vollständig akustischen Formen — Jazz, Blues und Funk — und erschien erstmals als Mitglied der Rap-Metal-Gruppe Impotators auf Platte, deren Debütalbum 1995 herauskam. Ab etwa 2000 konzentrierte er sich auf elektronische Produktion und Remixe: melodische Strukturen, rhythmisches Experiment, Synthese, Drumcomputer und Klangbearbeitung.

Die Soloalben NO/1 (2003), Udefra (2005) und FM Volta (2012) erschienen bei Jenka, Rump, Mindwaves und Touched. Er spielte in der Kantine am Berghain, auf dem Waking Life und dem Boom Festival.

Er unterrichtete auch

Neben den eigenen Platten arbeitete Forsberg als Mastering-Ingenieur und lehrte — am Dänischen Institut für Elektroakustische Musik, am Rhythmischen Musikkonservatorium und am Sonic College. Durch diese Räume ging mehr als eine Generation dänischer Elektronikmusiker, und deshalb klingt die Mitteilung von STRØM weniger nach dem Abschied von einer Berühmtheit als nach dem Abschied von jemandem, auf dem eine ganze Szene ruhte.

Unten der Mix, den Forsberg für die Reihe The Memoir von Hypnus Records aufnahm.

Wie berichtete zuvor das Portal ONE//FM, Anfang August starb auch Patrick Gleeson — der Mann, der dem Synthesizer das Live-Spiel beibrachte.

Kommentare

Wird geladen …

Jump Into The Music
ONE//FM